GROßE LUXUSWAGEN

Teil 1: Maybach DS8 "Zeppelin" Pullman-Transformations-Cabriolet, Baujahr 1929/33
Teil 2: "Maybach 12" (1929/1930)
Teil 3: Maybach DS7 "Zeppelin" (1930/31)
            Maybach DS8 "Zeppelin" (1931-39)
Teil 4: Maybach DSH (1930-37)
Teil 5: Anzeige "Die ersten Maybach Zwölfzylinder"
Teil 6: So trat Maybach an das Licht der Öffentlichkeit



Maybach-12-Zylinder-Automobile (gebaut etwa 200)

Man kann zwischen drei Typen des Spitzenmodells von Maybach mit 12-Zylinder-Motor unterscheiden.

– Maybach 12
– Maybach DS7 (Doppel-Sechs-7-Liter)
– Maybach DS8 (Doppel-Sechs-8-Liter)

Ein so wertvolles Auto war damals wie heute ein Haus – es wurde nicht als Gebrauchtwagen verhöckert oder verschrottet, man hat in umgebaut und modernisiert. Deswegen ist der Übergang zwischen den drei 12-Zylinder-Typen von Maybach fließend.

Die Firma Maybach hat nämlich den Kunden jeweils dann, wenn eine wesentliche Verbesserung dieses Spitzenfahrzeuges auf den Markt kam empfohlen, die alten Modelle umzurüsten und zu modernisieren.

Im Gegensatz zu einem heutigen Verkäufer, der einen neuen Wagen verkaufen und das alte Fahrzeug in Zahlung nehmen möchte. Deswegen gibt es Fahrgestelle des Typs "Maybach 12" mit den modernsten der Motoren, nämlich dem DS8 (8 Liter).

Ebenso wurde relativ häufig der DS7 mit dem für das schwere Fahrzeug zu schwachen 7-Liter-150-PSMotor umgerüstet auf den stärkeren DS8-Motor mit 200 PS.

Bei einem solchen Umbau verblieb die ursprüngliche Getriebekombination, nämlich 3-Liter-Schaltgetriebe mit angeflanschtem Schnellgang im Wagen, wenn die Karosserie nicht abgeändert wurde. In den Fällen aber, in denen gleichzeitig auch die Karosserie modernisiert oder gar ausgewechselt worden ist hat man auch die nötigen Abänderungen am Fahrgestell vorgenommen, um das moderne Maybach-Doppelschnellganggetriebe Typ DSG 80 einzubauen.

Aus diesem Grunde sind die Maybach-12-Zylinder-Fahrzeuge in einem Kapitel registriert. Eine Einordnung nach "aufsteigender" Fahrgestellnummer ließ sich leider nicht realisieren, weil immer wieder Fahrzeuge entdeckt wurden, die in das Register aufgenommen werden mußten.

Um welchen Typ es sich jeweils handelt, geht aus der Überschrift über der Abbildung des betreffenden Fahrzeuges hervor.

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Maybach DS8 "Zeppelin"
Pullman-Transformations-Cabriolet
Baujahr 1929/33
Chassis-Nr. 1249
Motor-Nr. 25093
Ursprünglich (1929) ein "Maybach 12"
1933 im Werk umgebaut zum DS8 "Zeppelin"

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Maybach 12 (12-Zylinder)


gebaut: 1929–Mitte 1930
Anzahl: siehe unter Zeppelin


"Aufbauend auf langjährigen Erfahrungen in der Entwicklung und Herstellung bewährter Fahrzeug- und Luftschiffmotoren wurde der "Maybach 12" geschaffen. Die günstigen Eigenschaften des 12-Zylinder-Motors, der nahezu ideale Massenausgleich seines Triebwagens und die dadurch bedingte Weichheit und Geschmeidigkeit seines Laufes geben dem Wagen ein besonderes Gepräge".
(aus der Betriebsanleitung Maybach 12)

"Ein imposanter, mächtiger Repräsentationswagen, ohne jedoch (jedenfalls in der Standardausführung) das Luxuriöse in irgendwie aufdringlicher Form zu betonen. Er verkörpert nach wie vor den höchsten Grad solider Wohlhabenheit, gediegensten Komforts", so urteilte die internationale Presse über den "Maybach 12", der im Laufe des Jahres 1929 den W 5 SG ablöste.

Personenwagen in dieser Größe und Aufmachung mit einem derartigen technischen Aufwand und einem so hohen Komfort für Insassen und Fahrer waren bisher von keinem deutschen Hersteller angeboten worden. Trotzdem blieb dieses Modell mit seinem 12-Zylinder-V-Motor von 7 Liter Hubraum und 150 PS, dem Dreiganggetriebe mit Schnellgang, seinen saugluftunterstützten Bremsen und vielen anderen hochmodernen technischen Raffinessen nur der Vorläufer des Maybach-Zeppelin, dem unbestrittenen Spitzenfahrzeug des Maybach-Motorenbaues.

Bereits nach eineinhalb Jahren verschwand das Modell  Maybach 12 (12-Zylinder) aus dem Verkaufsprogramm.

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Pullman-Landaulet,
Baujahr 1933
Chassis-Nr. 1317
Motor-Nr. 12114
Nationales Automuseum (Museum Schlumpf)
Mühlhausen/Elsaß
Motor
Zylinderzahl 
Bohrung x Hub
Hubraum
Leistung
Verdichtung
Vergaser
Ventile
Kühlung
Schmierung
Zündung


Kraftübertragung
Kupplung
Schaltung

Getriebe


Fahrwerk
Vorderradaufhängung
Hinterradaufhängung
Lenkung
Fußbremse
Handbremse
Schmierung


Allgemeine Daten
Radstand
Spur vorn/hinten
Gesamtmaße
Räder
Reifen
Fahrgestellgewicht
Wagengewicht
Höchstgeschwindigkeit
Verbrauch/100 km
Kraftstofftank


Preise
Fahrgestell
je nach Aufbau


V 12 (60°-V-Form)
86 x 100 mm
6922 ccm
150 PS bei 3000 U/min
1:5,6
2 Solex-Doppelvergaser Type 35 MOV
hängend, 1 Nockenwelle im Gehäuseoberteil
Wasser-Pumpe
Druckumlauf
Batterie


Antrieb auf die Hinterräder
Doppel-Reibungskupplung
3-Ganggetriebe-Kugelschaltung. Schnellganggetriebe – Schalthebel am Lenkrad, pneumatische Betätigung
Getriebe 3-Gang-Zahnradschubgetriebe in Verbindung mit Maybach-Doppelschnellgang

U-Profil-Preßstahlrahmen
starr, Halbelliptik, hydraulische Stoßdämpfer
starr, Halbelliptik, hydraulische Stoßdämpfern
Schraubenspindel, links und rechts
mechanisch, Seilzug, Vierrad, saugluftunterstützt
mechanisch, Seilzug, Vierrad
Hochdruck-Fettschmierung



Radstand 3660 mm
1490/1490 mm
5100 x 1820 x 1700/1900 mm
Scheiben oder Drahtspeichen
32 x 65 oder 17 x 50
1850 kg
je nach Aufbau 2300–2850 kg
145 km/h
28 ltr.
135 ltr.



23.000 RM
29.000 – 33.800 RM

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Zeppelin
DS7 (Doppel-Sechs-7-Liter) – DS8 (Doppel-Sechs-8-Liter)


gebaut: DS7 1930–1931 – DS8 1931–1939
Anzahl: (Maybach 12, DS7, DS8) etwa 300


"Die Typenbezeichnung 'Zeppelin' wurde gewählt, um auch äußerlich zum Ausdruck zu bringen, daß der Zwölfzylinder-Maybach dieses außergewöhnlichen Fahrzeuges auf Grund der Erfahrung mit den Maybach-Zeppelin-Luftschiffmotoren konstruiert ist. Dieser Name soll auch Symbol sein für die Grundsätze, nach denen Maybach-Wagen gebaut werden: nur Bestes aus Bestem zu schaffen, von dauerndem Wert, in höchster Vollendungsform neuen Entstehens. Als Verkörperung des hochwertigen Reise- und Repräsentationswagens – wie als rassiger Typ für den passionierten Sportsmann – ist der 'Maybach-Zeppelin' das Automobil letzter Wunscherfüllung mit ausgeprägtem Charakter von vornehmster Eleganz und Kraft."

(aus dem Maybach-Prospekt " Maybach 12 Zeppelin")


"Partner!
'Graf Zeppelin' und Maybach 12 Typ 'Zeppelin' Symbol höchster Verkehrsmittel-Kultur."


Ein Slogan, wie dieser bei der Einführung der neuen Type "Zeppelin" war recht typisch für die Art und Weise, wie man beim Maybach-Motorenbau Werbung verstand und handhabte. Stets ein wenig ambitiös gespreizt, ja zuweilen sogar ins Theatralische, wobei die leicht manierierte Wortwahl innerhalb der Prospekttexte hin und wieder einen geradezu romantisch weltfremden Eindruck vermittelten.

Letzteres ließ sich jedoch mit sehr positivem Aspekt vom neuen Maybach-Modell sagen.

Dieser Wagen hob sich nämlich durch seine wesentlichen Merkmale wie beispielsweise Größe, Technik, Leistung, Fahrkomfort und vieles andere so über den üblichen Standardwagen hinaus, daß es kaum mehr hierfür der Nennung eines astronomischen Preises bedurfte. Ein Preis, der für den Erwerb einer Vielzahl von kleinen Automobilen gereichte.

Der "Zeppelin" besaß in hohem Maße all jene unabdingbaren Voraussetzungen, die Karl Maybach von einem repräsentativen, äußerst bequemen Reisewagen von hoher Leistung und unvergleichlichem Komfort verlangte. Diese Bedingungen ließen sich nur mit modernster Technik bei höchster Qualität der verwendeten Werkstoffe, akribischer Präzision bei der Fertigung und mit unbedingter Betriebssicherheit erreichen. All dies mußte zudem eingebunden sein in eine gestandene und verpflichtende Tradition.

Ein 8-Liter-Motor von nunmehr 200 PS Leistung, das halbautomatische 5-Gang-Vorwahlgetriebe und die wirksame, vakuumverstärkte Vierradbremse waren die wesentlichen Verbesserungen gegenüber dem vorherigen Modell.

Ein Automobil dieser Dimension mit dem gebotenen Luxus in der obersten Preisklasse ließ sich verständlicherweise nur in sehr geringen Stückzahlen absetzen. Die aufkeimende Weltwirtschaftskrise überschattete zudem den erhofften Verkauf des Maybachschen Spitzenproduktes.

Viele Journalisten haben berichtet, daß im "Maybach-Zeppelin" der gleiche Motor eingebaut worden wäre, wie im Luftschiff LZ 127 "Graf Zeppelin".

Diese Leute haben noch nie einen Zeppelin-Motor gesehen. Das Luftschiff hatte in der Tat fünf Maybach-12-Zylinder-Motoren vom Typ VL 2, 570 PS. Aber mit dem Fabrikat "Maybach", den 12-Zylindern und der grundsätzlichen Konstruktion ist die Ähnlichkeit auch schon zu Ende.

Der Luftschiffmotor war sehr viel größer. Er hatte einen Zylinderinhalt von 27.700 ccm und wog mit Nebenaggregaten rund 1,2 Tonnen. Allein die Motorengondel zur Unterbringung dieses Aggregates einschließlich dem Platz für einen Maschinisten war größer als ein Maybach-Automobil.


Zeppelin DS7 (Doppel-Sechs-7-Liter)

Motor
Zylinderzahl 
Bohrung x Hub
Hubraum
Leistung
Verdichtung
Vergaser
Ventile
Kühlung
Schmierung
Zündung


Kraftübertragung
Kupplung
Schaltung

Getriebe



Fahrwerk
Vorderradaufhängung
Hinterradaufhängung
Lenkung
Fußbremse

Handbremse
Schmierung


Allgemeine Daten
Radstand
Spur vorn/hinten
Gesamtmaße
Räder
Reifen
Fahrgestellgewicht
Wagengewicht
Höchstgeschwindigkeit
Verbrauch/100 km
Kraftstofftank


Preise
Fahrgestell
je nach Aufbau


V 12 (60°-V-Form)
86 x 100 mm
6922 ccm
150 PS bei 3000 U/min
1:5,6
2 Solex-Doppelvergaser Type 35 MOV
hängend, 1 Nockenwelle im Gehäuseoberteil
Wasser-Pumpe
Druckumlauf
Batterie


Antrieb auf die Hinterräder
Einscheiben-Trockenkupplung
Schaltung 3-Ganggetriebe-Kugelschaltung, Schnellganggetriebe – Schalthebel am Lenkrad, pneumatische Betätigung
Getriebe Zahnradschubgetriebe mit Maybach-Schnellganggetriebe


U-Profil-Preßstahlrahmen
starr, Halbelliptik, hydraulische Stoßdämpfer
starr, Halbelliptik, hydraulische Stoßdämpfer
Schraubenspindel, links oder rechts
mechanisch, Unterdruck-Servo-Spezialbremse (Bosch-Dewandre)
mechanisch, Seilzug, Vierrad
Hochdruck-Fettschmierung



3660 mm oder 3735 mm
1520/1520 mm
5370/5500 x 1820 x 1800 mm
Scheiben oder Drahtspeichen
7,00 x 20 oder 17 x 50
1950 kg
je nach Aufbau 2300–2950 kg
145 km/h
28 ltr.
135 ltr.



23.000 RM
29.000 - 36.000 RM




Zeppelin DS8 (Doppel-Sechs-8-Liter)

Motor
Zylinderzahl 
Bohrung x Hub
Hubraum
Leistung
Verdichtung
Vergaser
Ventile
Kühlung
Schmierung
Zündung


Kraftübertragung
Kupplung
Schaltung


Getriebe


Fahrwerk
Vorderradaufhängung
Hinterradaufhängung
Lenkung
Fußbremse

Handbremse
Schmierung


Allgemeine Daten
Radstand
Spur vorn/hinten
Gesamtmaße
Räder
Reifen
Fahrgestellgewicht
Wagengewicht
Höchstgeschwindigkeit
Verbrauch/100 km
Kraftstofftank


Preise
Fahrgestell
je nach Aufbau


V 12 (60°-V-Form)
92 x 100 mm
7922 ccm
200 PS bei 3200 U/min
1:6,3
2 Solex-Doppelvergaser Type 35 MMOVS
hängend, 1 Nockenwelle im Gehäuseoberteil
Wasser-Pumpe
Druckumlauf
Batterie


Antrieb auf die Hinterräder
Trockenscheibenkupplung
4 Vorwärtsgänge durch 2 kleine Hebel Mitte Lenkrad, ohne zu kuppeln. Leerlaufstellung, 1a Gang und Rückwärtsgang mittels Vorwahl-Handhebel Mitte Wagen
Getriebe Maybach-Doppelschnellganggetriebe.
Ab 1938 auch Maybach-7-Gang-Schaltreglergetriebe

U-Profil-Preßstahlrahmen
starr, Halbelliptik, hydraulische Stoßdämpfer
starr, Halbelliptik, hydraulische Stoßdämpfer
Schraubenspindel, links oder rechts
mechanisch, Unterdruck-Servo-Spezialbremse (Bosch-Dewandre)
mechanisch, Seilzug, Vierrad
Hochdruck-Fettschmierung



3660 mm oder 3735 mm
1520/1520 mm
5370/5520 x 1820 x 1800 mm
Scheiben oder Drahtspeichen
7,00/7,50 x 20
1940 kg
je nach Aufbau 2300–3000 kg
140–170 km/h
28 ltr.
135 ltr.



29.500 RM – Spezial und Sportausführung 30.500 RM
33.000–48.000 RM




Maybach DS7 "Zeppelin"

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DS7 "Zeppelin", Pullman-Limousine, Baujahr 1930, Chassis-Nr. 1281, Motor-Nummer 12081, Erstbesitzer Fürst zu Waldburg-Wolfegg, heute Auto + Technik Museum e.V. Sinsheim.



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Maybach DS8 "Zeppelin", Baujahr 1937, 2-türiges Sport-Cabriolet, Chassis-Nr. 1439, Motor-Nr. 25124.
Ein Fahrzeug das zahlreiche Schönheitswettbewerbe gewann.



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Maybach DS8 "Zeppelin", Baujahr 1934, Chassis-Nr. 1388, Motor-Nr. 25033, ein Filmstar aus dem "Movie-World-Museum", eingesetzt in zahlreichen Filmen, heute in Deutschland.



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Maybach DS8 "Zeppelin", Stromlinien-Cabriolet, ausgestellt auf der Internationalen Automobilausstellung Berlin 1934. Chassis-Nr. 1421, Motor-Nr. 25070, heute in der Schweiz.



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DS 8 – 2-türiges Luxus-Reisecabriolet. Ausstellbare Windschutzscheibe mit Doppelwischern, Sucher, Ascher, Ablegetaschen in den Türen und auf der Rückseite der mit Haltegriffen versehenen Sitzlehnen und reichliche Verwendung von Edelhölzern gehörten selbstverständlich zur Ausrüstung. Nur bei den unterentwickelten Handschuhkästchen zeigte man schwäbische Sparsamkeit. Für ein paar großkalibrige Importen hier und ein Paar seidene Damenhandschuhe nebst Puderdose und Lippenstift dort, reichten die klitzekleinen, aber immerhin abschließbaren Fächer allemal aus.

Wen wundert es, wenn der Wagen die Sensation auf dem Concours d'élégance in Budapest war, zumal mit einer so charmanten Dame am Volant.

Karosserie: Spohn, 1931.



Die drei Verdeckstellungen des Pullmann-Transformations-Cabriolets:

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Vollständig geschlossener Wagen zu verwenden wie eine Pullman-Limousine.


199_1.jpg (17573 Byte)
Halb geöffnet, zu verwenden wir ein "Coupe de Ville", der Fahrer sitzt im Freien.


199_2.jpg (23248 Byte)
Vollständig geöffnetes Verdeck mit versenkten Seitenscheiben B- und C-Säule.

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DSH (Doppel-Sechs-Halbe)

gebaut: 1930–1937
Anzahl: etwa 100

"Das Fahrgestell des Maybach "DSH" zeichnet sich durch eine klare und übersichtliche Bauweise aus. Sparsamkeit des Motors, größte Betriebssicherheit, ausgezeichnete Fahreigenschaften sind in bester Weise in dieser Type vereinigt und verleihen ihr die Fähigkeiten, welche man von einem großen Stadt- und Reisewagen erwarten kann."
(aus dem Maybach-Prospekt DSH)

Mit diesem Modell wurde 1930 das Personenwagenprogramm nochmals erweitert. Mit einem neuentwickelten 5,2-Liter-6-Zylinder-Motor von 130 PS konnte dieser Wagen mit den gleichen Aufbauten des "Zeppelin" bei entsprechendem Luxus und Komfort zu einem wesentlich niedrigeren Preis angeboten werden.

Die geringe Anzahl der verkauften Wagen zeigte allerdings, daß für derartige Kompromißlösungen wenig Kauflust vorhanden war.

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Maybach DSH
Pullman-Limousine
Baujahr 1935
Chassis-Nr. 1524
Motor-Nr. 8527
Erstbesitzer Spießhofer & Braun (Triumph)
Später der Ehrenpräsident des Clubs, Graf Wolff Metternich.
Jetzt Auto + Technik Museum e.V. Sinsheim
Motor
Zylinderzahl 
Bohrung x Hub
Hubraum
Leistung
Verdichtung
Vergaser
Ventile
Kühlung
Schmierung
Zündung


Kraftübertragung
Kupplung
Schaltung



Getriebe


Fahrwerk
Vorderradaufhängung
Hinterradaufhängung
Lenkung
Fußbremse
Handbremse
Schmierung


Allgemeine Daten
Radstand
Spur vorn/hinten
Gesamtmaße
Räder
Reifen
Fahrgestellgewicht
Wagengewicht
Höchstgeschwindigkeit
Verbrauch/100 km
Kraftstofftank


Preise
Fahrgestell
je nach Aufbau

6 (Reihe)
100 x 110 mm
5184 ccm
130 PS bei 3200 U/min
1:6,3
1 Solex-Doppelvergaser Type 40 MMOVS
hängend
Wasser-Pumpe
Druckumlauf
Batterie



Antrieb auf die Hinterräder
Zweischeiben-Trockenkupplung
4 Vorwärtsgänge durch 2 kleine Hebel Mitte Lenkrad, ohne zu kuppeln. Leerlaufstellung, 1a Gang und Rückwärtsgang mittels Handhebel Mitte Wagen


Maybach-Doppelschnellganggetriebe



U-Profil-Preßstahlrahmen
starr, Halbelliptik, hydraulische Stoßdämpfer
starr, Halbelliptik, hydraulische Stoßdämpfer
Schraubenspindel, links oder rechts
Unterdruck-Servo-Spezialbremse (Bosch-Dewandre)
mechanisch, Seilzug, Vierrad
hochdruck-Fettschmierung




3735 mm
1520/1520 mm
5500 x 1820 x 1900 mm
Scheiben oder Drahtspeichen
7,00/7,50 x 20
1850 kg
je nach Aufbau 2250–2900 kg
135 km/h
20/22 ltr.
135 ltr.




17.300 – 19.500 RM
22.500 – 29.000 RM



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So trat Maybach an das Licht der Öffentlichkeit

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Deutsche Automobil-Ausstellung Berlin 1921
Der neue Automobilhersteller Maybach-Motorenbau GmbH, der sich hier erstmals der Öffentlichkeit stellte, sorgte sogleich für eine der wenigen Sensationen dieser Ausstellung. Hier ein Bild des Firmenstandes mit der mächtigen Herrenfahrer-Limousine in Eierschalenweiß mit schwarzem Oberteil und Kotflügeln (Karosserie: Auer).
Die Standgestaltung besorgte das Kunstatelier "Hansa".

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